Felix Kubin
 

FELIX KUBIN

 

   

FELIX KUBIN
„Zemstra Plutona“


CD / Do-LP / Download VÖ:
VÖ: 01/11/2013

Label:
info@whatssofunnyabout.de

Promotion:
guido@autopilotmusic.com

Kontakt zur Band:
www.felixkubin.com
www.facebook.com

Vertriebe
Indigo

Download
www.finetunes.net

Presse:
Pressefoto
Presseinfo (PDF)


 


   
   
 
 


Felix Kubin, apokalyptischer Reiter atomgetriebener Tanzmusik, ist zurück. Der manische Produzent und Unruhestifter legt ein neues Soloalbum vor. Wie ein Blitz schlägt Zemsta Plutona in unsere Wohnzimmer ein, hinterlässt Brandspuren und erleuchtete Seelen. Denn die politische, wirtschaftliche und existenzielle Dauerkrise bietet dem Endzeit-Visionär Kubin optimale Bedingungen. Seine agitatorischen Machenschaften haben sich in den letzten Jahren vervielfacht und es ist kein Ende in Sicht. Er ist gleichsam ein Oktopus zwischen SciFi-Pop, konzeptueller Kammermusik, Hörspiel, Theater und Film. Mit jedem seiner Tentakel dirigiert er eine andere Kooperation, Veröffentlichung oder Performance.

Felix Kubin ist ein Meister absurder Selbstinszenierung, er liebt die ganz große Geste. Als Fotokulisse und Ort für seine Geburtstagsfeier ist ihm das Atomium in Brüssel gerade recht. Kubin ist Liebhaber futuristischer Kostüme und experimenteller Frisuren. Und er pflegt einen Modestil, der irgendwo zwischen den Outfits von Kim Jong-il und Cpt.Kirk angesiedelt ist.

Vor allem aber ist Felix Kubin ein genialischer Komponist und ein durchtriebener Arrangeur. Auf Zemsta Plutona stellt er erneut unter Beweis, was längst alle wissen. Der Opener Lightning strikes gibt die Richtung vor: Ein verzerrter Human- Beatbox-Rhythmus, enervierende Synthie-Figuren und ein opernhafter Refrain ergeben einen Kubin-Hit par excellence. Atomium Vertigo öffnet die Tür mit einem magnetischen Groove, zu dem Nicolas Ekla (LEM, Les Brochettes) dunkel raunend in französischer Sprache Dystopien verkündet. Nachts im Park klingt wiederum wie der Soundtrack zu einem modernen Edgar Wallace Krimi. Retro-futuristische Computermusik, die das Gegenteil von Easy Listening ist, aber dennoch damit flirtet.

Welches Stück dieses zeitlosen Albums man auch heran zieht – etwa das zackige Flies without memory oder das geisterhafte Restez en ligne – stets klingt Kubin wie er selbst und immer klingt er neu. Neu ist zum Beispiel der verstärkte Einsatz akustischer Instrumente wie Schlagwerk, Trompete, Posaune oder Wäscheständer. In Piscine Resonnez! treiben rastlose Synthie-Achtel Fanfarenklänge vor sich her, zu denen aufgebrachte Französinnen etwas von Manta-Rochen in Schwimmbecken rufen. Dem großen Thema des Sich-Ferngesteuert-Fühlens widmet sich Kubin in Der Kaiser ist gestorben. Unser Leben wird gelenkt von einer unsichtbaren Hand, heißt es dort. Eine Reminiszenz an Existenzialismus und den Topos urbaner Verlorenheit.

Gleich bei mehreren Stücken (Der Kaiser ist gestorben, Piscine résonnez!, Speed, Swinging 40s) hat der große Tobias Levin am Mischpult seine Finger im Spiel. Maßgeblich auf sein Konto geht das Titelstück Zemsta Plutona, übrigens polnisch für Plutos Rache. Dieser Track entstand in einer einzigen Session als improvisierter Mix eines Loops, das quasi als Nebenprodukt während des Mischens von Speed anfiel.

Seit seiner Zeit als Teenager arbeitet Felix Kubin am Gesamtkunstwerk Felix Kubin. Sein Wirkungsradius erstreckt sich auf ganz Europa. Er spielte und spielt zahllose Konzerte, gibt Workshops mit Bezeichnungen wie “Futuristische Küchenmusik” und “Autogenes Karaoke”, präsentiert lecture performances und produziert eigene Hörspiele für DLR, BR, WDR, SWR und Kunstradio Wien. Das UK Musikmagazin WIRE widmete Felix Kubin 2010 eine Titelgeschichte; sein Hörspiel Orpheé Mécanique wurde von der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste zum Hörspiel des Jahres 2012 gewählt; seine Liste an Veröffentlichungen und Kollaborationen ist beeindruckend lang. 2012 gründete Felix Kubin das 7inch label Apolkalypso, das anlässlich des endenden Maya-Kalenders und des Scheiterns des Kapitalismus den Soundtrack zu unserem Untergang liefert. Kubin ist einer der ersten echten Entertainer im weiten Feld der elektronischen Musik, seine Shows gelten als legendär. Das von ihm betriebene Label Gagarin Records feiert 2013 sein 15-jähriges Bestehen.

Zemsta Plutona erscheint in Kooperation mit dem berühmten Hamburger ZickZack Label. Die musikalische Liaison der beiden Hanseaten war eigentlich schon vor langer Zeit geplant. ZickZack-Impresario Alfred Hilsberg dazu:

Ungewöhnlich ist die Zusammenarbeit von Felix Kubin und ZickZack-Platten nicht. Denn wer sich in der Geschichte des Künstlers ein wenig auskennt, erkennt bereits in seinem Frühwerk die Affinität zur experimentell-elektronischen Seite der damals von ZickZack und anderen kleinen Labels geformten Underground-Kultur. Die von mir 1983 in seinem Elternhaus entdeckten Sounds, die er mit Kumpel Stefan Mohr unter dem Namen Die Egozentrischen 2 produzierte, waren auch ein selbstbewusster Kommentar zur kommerziellen NDW und der üblichen Radio-Sauce. Aber trotz aller Wertschätzung für die im Kinderzimmer entstehenden Klänge, die z.B. auf dem Schulhof auf Kassette erhältlich waren, traute ich mich angesichts der durch die NDW verursachten Sinn- und Finanzkrise im Underground- Bereich nicht mehr an eine Veröffentlichung des Avantgarde-Nachwuchses. 30 Jahre sollte es dauern, bis das von mir stets weiter beobachtete, immer vielfältigere künstlerische Schaffen von Felix Kubin endlich zu einer gemeinsamen Veröffentlichung geführt hat. Eine weitere Zusammenarbeit ist nicht auszuschließen!

 
 
   
 

 

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